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Russland veröffentlicht weitere Details über die US-Biowaffenprogramme in der Ukraine

Ein Beitrag von Anti-Spiegel

Thomas Röper über die USA-Biolabore in der Ukraine


00:00:00 Teil 1: Aktivitäten der Westlichen Pharmaunternehmen

00:13:02 Teil 2: Aktivitäten des Pentagons


Das russische Verteidigungsministerium hat am 3. September weitere Informationen über die Biowaffenprogramme veröffentlicht, an denen das Pentagon in der Ukraine gearbeitet hat


3. September 2022 19:00 Uhr


Ich erinnere daran, dass die russischen Erklärungen über das US-Biowaffenprogramm keine russische Propaganda sind, sondern dass mir und meinem Informanten, mit dem ich für das Buch „Inside Corona“ recherchiert habe, viele der jetzt von Russland veröffentlichten Informationen schon aus öffentlich zugänglichen Quellen bekannt waren. Das Pentagon hat das meiste jedoch nach Beginn der russischen Veröffentlichungen vom Netz genommen, um die Spuren zu verwischen, wie ich hier aufgezeigt habe. Wenn Sie nicht wissen, worum es in dem Buch geht, lesen diese beiden aufeinander aufbauenden Artikel dazu, zuerst diesen und dann diesen.

Mein Informant und ich haben in den Monaten September bis November 2021 an dem Buch gearbeitet und sind in dem Buch nur am Rande auf die Frage eingegangen, ob das Virus künstlich im Labor erschaffen wurde, weil es darüber damals noch wenig gesicherte Informationen gab. Ich habe zwar seit Juni 2021 über die Hinweise auf eine künstliche Entstehung des Virus unter Finanzierung der US-Regierung berichtet, hatte mich zu dem Zeitpunkt, als ich das Buch geschrieben habe, aber noch nicht festgelegt. Anfang 2022 sind weitere Informationen dazu öffentlich geworden und seit einiger Zeit bin ich sicher, dass COVID-19 mit Geldern der US-Regierung künstlich erschaffen und ausgesetzt wurde.

Das russische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn der russischen Militäroperation Unterlagen über die US-Biowaffenprogramme in der Ukraine, eine Chronologie der Veröffentlichungen finden Sie am Ende dieses Artikels.


Der Vorteil von Biowaffen

US-amerikanische Think Tanks weisen schon seit vielen Jahren darauf hin, dass Biowaffen die Zukunft gehört, denn im Gegensatz zu Panzern oder Atombomben sind sie unsichtbar und es ist nur schwer zu beweisen, dass eine Epidemie künstlich erschaffen wurde, also ein Angriff mit Biowaffen war, und nicht natürlichen Ursprungs ist. Dabei muss es keineswegs um eine Krankheit gehen, die Menschen befällt. Man kann auch Krankheiten als Biowaffen einsetzen, die Tiere oder Pflanzen befallen, denn der wirtschaftliche Schaden, wenn Millionen von Nutztieren vernichtet werden müssen oder wenn eine Ernte durch eine Krankheit vernichtet wird, ist gigantisch.

Biowaffen machen also verdeckte Kriege möglich und das ist es, was den Geostrategen in den USA daran gefällt: Sie können Länder, die sie als Gegner ansehen, angreifen, ohne dass der Angriff für die Öffentlichkeit sichtbar ist. Dafür sorgt auch die Macht der westlichen Medien, die Meldungen über einen amerikanischen Angriff mit Biowaffen sofort als böse Propaganda oder Verschwörungstheorien abstempeln.

Darauf ist das russische Verteidigungsministerium in seiner neuesten Veröffentlichung über die US-Biowaffenprogramme in der Ukraine eingegangen, denn in den USA wurden zum Beispiel Drohnen patentiert, die speziell für den Einsatz von Biowaffen entwickelt wurden, was man auch in der Patenschrift wörtlich lesen kann. Das ist nur ein Beispiel dafür, was das russische Verteidigungsministerium dieses Mal veröffentlicht hat, es gab aber noch weit mehr interessante Details.

Ich habe die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums übersetzt, im Anschluss an die Übersetzung finden Sie einen Link zu den dazu veröffentlichten Unterlagen und eine Chronologie aller Veröffentlichungen des russischen Verteidigungsministeriums zu dem Thema.


Beginn der Übersetzung:

Auf Initiative der Russischen Föderation wird nächste Woche eine Sitzung der Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention stattfinden, bei der es um die Frage der Nichteinhaltung der Verpflichtungen aus dem internationalen Vertrag durch die Vereinigten Staaten und die Ukraine geht. Auf der Veranstaltung werden dokumentierte Beweise für ihre Verstöße gegen die Artikel I und IV des Übereinkommens vorgelegt.

Wir möchten die Organisationen, die für die Einhaltung der Konvention zuständig sind, und die Weltgemeinschaft auf eine Reihe von biologischen Bedrohungen aufmerksam machen. Erstens gibt es in unmittelbarer Nähe der Grenzen der Russischen Föderation derzeit über 50 modernisierte Biolabore, die vom Pentagon finanziert und kontrolliert werden. Insgesamt kontrolliert das US-Verteidigungsministerium nach Angaben des chinesischen Außenministeriums 336 Biolabors in 30 Ländern der Welt.

Dabei wird ihre Tätigkeit von einer Verschlechterung der epidemischen Situation bei besonders gefährlichen und wirtschaftlich bedeutsamen Infektionen sowie mit dem Auftreten von für eine bestimmte Region untypischen Infektionskrankheiten begleitet. So hat die Russische Föderation seit 2010 einen Anstieg der Inzidenz von Brucellose, Kongo-Krim-Fieber, West-Nil-Fieber und Afrikanischer Schweinepest in den an die Ukraine angrenzenden Gebieten sowie eine uncharakteristische Ausweitung des Verbreitungsgebiets der Überträger festgestellt.

Die Russische Föderation ist sich als verantwortliche Vertragspartei der Biowaffenkonvention des gesamten Spektrums der Bedrohungen bewusst, die mit den möglichen Folgen eines Verstoßes bei der Arbeit in ukrainischen Biolaboratorien verbunden sind.

Wir haben von der von den USA finanzierten biologischen Forschung auf dem Gebiet der Ukraine erfahren. Der Erlass des ukrainischen Gesundheitsministeriums vom 24. Februar 2022 über die Notvernichtung von Sammlungen pathogener Mikroorganismen hat unsere Bedenken hinsichtlich möglicher Verstöße gegen Artikel I und IV der Biowaffenkonvention während der vom Pentagon in Auftrag gegebenen Arbeiten verstärkt. Das erhaltene Material veranlasste die Russische Föderation zu einer Untersuchung der biologischen Aktivitäten der USA in der Ukraine.

Die Forschungen in den ukrainischen Biolabors wurden im Einklang mit dem 2005 zwischen dem US-Militär und dem ukrainischen Gesundheitsministerium unterzeichneten „Abkommen über die Zusammenarbeit im Bereich der Prävention der Verbreitung von Krankheitserregern, Technologien und Kenntnissen, die für die Entwicklung biologischer Waffen verwendet werden können“, durchgeführt.



Die Gesamtausgaben der USA für die biologischen Programme in der Ukraine beliefen sich auf über 250 Millionen Dollar.


Die Arbeiten wurden vom Büro für Bedrohungsreduzierung des US-Verteidigungsministeriums (DITRA) koordiniert und unter Geheimhaltung durchgeführt, wobei der Zugang ukrainischer Spezialisten zu Informationen und Räumlichkeiten eingeschränkt war.


Gegenwärtig erleben wir eine Änderung der Taktik der US-Regierung in dem Versuch, die besagte Direktion, deren Aktivitäten Gegenstand internationaler Verfahren geworden sind, aus der Schusslinie zu nehmen. Nach den vorliegenden Informationen wurden die Funktionen zur Durchführung der militär-biologischen Programme in der zentralasiatischen Region zivilen Fachorganisationen übertragen, deren Arbeit vom US-Marinedienst, der eine sehr geschlossenste Struktur darstellt, kontrolliert wird.


Darüber hinaus beabsichtigt das Pentagon, noch nicht abgeschlossene Programme in der Ukraine so bald wie möglich auf andere postsowjetische Länder sowie auf osteuropäische Staaten, wie Bulgarien und die Tschechische Republik und die baltischen Staaten zu übertragen.


Die Ausweitung des Netzes von Biolaboratorien, auf deren Grundlage Komponenten für biologische Waffen hergestellt und gelagert werden können, stellt eine Bedrohung für die militärische Sicherheit der Russischen Föderation dar. Im Gegensatz zu den Nuklearwaffen, die die Vereinigten Staaten auf dem Territorium der NATO-Partnerländer stationieren, erlaubt eine solche Politik des Bündnisses im biologischen Bereich, sich unseren Grenzen unkontrolliert zu nähern. Das ist der erste Punkt, den wir hervorheben möchten.



Zweitens entspricht der Schwerpunkt der vom Pentagon durchgeführten Arbeiten nicht den aktuellen Gesundheitsproblemen in der Ukraine, bei denen es sich hauptsächlich um sozial bedeutsame Krankheiten handelt: Masern, Röteln, Tuberkulose und AIDS.


Die amerikanischen Organisatoren sind jedoch an einer ganz anderen Nomenklatur interessiert, nämlich an Cholera, Tularemie, Pest, Kongo-Krim-Fieber und Hantaviren. Diese Erreger wurden im Rahmen der so genannten ukrainischen Projekte UP und TAP untersucht. Das Interesse der US-Militärbiologen ist darauf zurückzuführen, dass diese Erreger sowohl in der Ukraine als auch in Russland natürliche Vorkommen haben und ihr Einsatz als natürliche Krankheitsausbrüche getarnt werden kann.


Die Aktivitäten der Biolaboratorien und das von den Vereinigten Staaten durchgeführte Programm der so genannten „Reform“ des ukrainischen Gesundheitssystems haben zu einem unkontrollierbaren Anstieg des Auftretens besonders gefährlicher und wirtschaftlich bedeutender Infektionen geführt. Die Zahl der Röteln-, Diphtherie- und Tuberkulosefälle nimmt in der Ukraine zu. Die Häufigkeit von Masern ist um mehr als das 100-fache gestiegen. Die Lage in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest hat sich erheblich verschlechtert, wobei die Gesamtverluste des Agrarsektors in den osteuropäischen Ländern durch diese Krankheit 2,4 Milliarden Euro übersteigen.


Im Rahmen der erklärten Bemühungen des US-Militärs, Infektionskrankheiten in der Ukraine zu bekämpfen und das sanitäre und epidemiologische Wohlergehen zu gewährleisten, wurde keine humanitäre Hilfe geleistet und keine Impfung oder Behandlung von Kranken durchgeführt.


Außerdem ist die Zahl der Masern- und Rötelnimpfung seit 2008 um 70 Prozent gesunken. Dies wirft die Frage nach den wahren Zielen der durchgeführten Forschung auf.


Drittens. Wir haben wiederholt betont, dass eine der vorrangigen Aufgaben der ukrainischen Laboratorien darin besteht, Stämme von Erregern gefährlicher Infektionskrankheiten wie Cholera, Milzbrand und Tularämie zu sammeln und in die USA zu senden. Gleichzeitig wurde die Verbringung von Krankheitserregern nicht von der WHO, der Biowaffenkonvention oder anderen internationalen Institutionen kontrolliert. (Anm. d. Übers.: Dabei handelt es sich um das PREDICT-Programm der USA, in dessen Rahmen weltweit seltene Krankheitserreger gesammelt und in die USA gebracht wurden.)



Einem Inspektionsbericht über die Sammlung von Mikrobenstämmen zufolge wurden im Metschnikov-Pestforschungsinstitut in Odessa 654 Behälter mit Milzbrand und 422 mit Cholera gelagert. In dem Dokument wird darauf hingewiesen, dass es nicht notwendig ist, eine große Anzahl von Fläschchen mit denselben Stämmen aufzubewahren. Die Nomenklatur und die Menge an gefährlichen Krankheitserregern stellen jedoch den prophylaktischen, schützenden oder anderweitig friedlichen Charakter der durchgeführten Aktivitäten in Frage.


Nach Aussage eines Mitarbeiters wurde die Sammlung des Instituts in Odessa im Februar 2022 in die USA überführt. Angesichts der Tatsache, dass 46 ukrainische Laboratorien an dem US-Programm beteiligt waren, könnte die Gesamtzahl der ausgeführten Stämme mehr als zehntausend betragen. (Anm. d. Übers.: Dass das Pentagon 46 Biolabore in der Ukraine finanziert hat, hat das Pentagon selbst gemeldet)


Die vorliegenden Dokumente bestätigen zahlreiche Fälle, in denen menschliche Gewebe- und Serumproben sowie gefährliche Krankheitserreger und deren Vektoren aus der Ukraine ins Ausland verbracht wurden. Den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten ist es gelungen, mindestens 16.000 Bioproben aus der Ukraine auszuführen, was das Risiko eines Transfers sensibler genetischer Informationen ins Ausland birgt und eine Bedrohung der Biosicherheit nicht nur für die Ukraine, sondern auch für alle Regionen darstellt, in die Proben transferiert worden sind.


Viertens wurden nach den vorliegenden Unterlagen im Rahmen des Projekts UP-8 bei viertausend Militärangehörigen in Lwiw, Charkiw, Odessa und Kiew Blutproben auf Antikörper gegen Hantaviren und bei vierhundert auf Antikörper gegen das Kongo-Krim-Fieber-Virus untersucht. Ein so groß angelegtes Immunitätsscreening könnte durchgeführt worden sein, um die Anfälligkeit der Bevölkerung der Region für bestimmte biologische Agenzien zu bewerten.



Bemerkenswert ist die Entscheidung, die der Leiter der Ethikkommission des Zentrums für öffentliche Gesundheit der Ukraine am 12. Juni 2019 im Rahmen des genannten Projekts unterzeichnet hat. Aus dem Dokument geht hervor, dass die Forschung mit unbekannten Risiken für das Leben und die Gesundheit der Teilnehmer durchgeführt wurde und dass die Identität der Probanden verschleiert wurde. Das Forschungsprogramm dieses Projekts umfasst lediglich ein normales Verfahren zur Blutentnahme. Man muss sich fragen, um welche Art von Konsequenzen für das Leben es bei den Studien geht, wenn das Dokument vorschreibt: „…geringfügige Zwischenfälle mit Probanden müssen dem US-Bioethikausschuss innerhalb von 72 Stunden nach dem Vorfall gemeldet werden, schwerwiegende Zwischenfälle, einschließlich des Todes von Probanden, innerhalb von 24 Stunden…“


Wir schließen nicht aus, dass das offizielle Forschungsprogramm nur der „sichtbare Teil des Eisbergs“ ist und dass in der Praxis Probanden mit dem Kongo-Krim-Fieber-Virus, Hantaviren und Leptospirose-Erregern infiziert wurden.


Die Fakten der Tests an Militärangehörigen und sozial schwachen Kategorien ukrainischer Bürger werden durch die Aussagen von Augenzeugen bestätigt, die im Rahmen der laufenden parlamentarischen Untersuchung in der Russischen Föderation befragt wurden.


Fünftens. Es gibt in den Vereinigten Staaten von Amerika Informationen über die Entwicklung und Patentierung von technischen Mitteln für die Ausbringung und den Einsatz von biologischen Waffen auf der Grundlage von Drohnen. So wurde beispielsweise das Dokument Nr. 8.967.029 von der United States Patent and Trademark Agency für ein unbemanntes Luftfahrzeug zur Ausbringung von infizierten Insekten aus der Luft ausgestellt. In der Beschreibung des Patents heißt es, dass das Gerät eingesetzt werden kann, um feindliche Truppen ohne Risiko für US-Truppen zu zerstören oder außer Gefecht zu setzen.


Wie Sie wissen, kann nach amerikanischem Recht ein Patent in den USA nicht erteilt werden, wenn es das tatsächliche Gerät nicht gibt. Daraus lässt sich schließen, dass der Behälter als Mittel zur Ausbringung von biologischen Wirkstoffen entwickelt und hergestellt wurde.


Angesichts der Tatsache, dass in den USA technische Mittel für die Ausbringung und den Einsatz von Biowaffen entwickelt wurden, ist das Interesse der Ukraine an der Lieferung unbemannter Luftfahrzeuge besonders besorgniserregend.


Uns liegt eine Bestätigung des Ersuchens der Ukraine an den türkischen Drohnenhersteller Bayraktar vom 15. Dezember 2021 vor, die Drohne mit Aerosolausstoßsystemen und -mechanismen mit einem Fassungsvermögen von mehr als 20 Litern auszustatten. (Anm. d. Übers.: Darüber habe ich berichtet, Details finden Sie hier)


Mit einer Flugreichweite der Drohnen von bis zu 300 km und Containern, die mit biologischen Präparaten gefüllt sind, besteht die reale Gefahr eines groß angelegten Einsatzes biologischer Waffen auf dem Gebiet der Russischen Föderation.


Das wirft eine Frage auf: Zu welchem Zweck haben die Vereinigten Staaten technische Mittel für den Einsatz von Biowaffen entwickelt und patentiert, und was ist der Grund für das Interesse der Ukraine an der Beschaffung solcher technischer Mittel?


Besonders besorgniserregend ist neben der Tatsache, dass das Pentagon die biologische Forschung durchführt, auch die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten seit 2001 alle internationalen Initiativen zur Überprüfung der Biowaffenkonvention blockiert haben. Das schließt eine Überprüfung von Laboratorien sowohl innerhalb der Vereinigten Staaten als auch außerhalb ihrer nationalen Gerichtsbarkeit aus.


Seit 2016, dem Beginn der ukrainischen UP-Projekte, schweigen die Vereinigten Staaten und die Ukraine in den jährlichen Berichten über die Umsetzung der Biowaffenkonvention im Rahmen der vertrauensbildenden Maßnahmen bewusst über diese Projekte, obwohl sie eindeutig militär-biologisch ausgerichtet sind. Die Dokumente geben keinen Aufschluss über die Finanzierung der ukrainischen Labors durch das US-Verteidigungsministerium. Diese Geheimhaltung sowie die Geheimhaltung sensibler Informationen sind ein weiterer Grund, über die wahren Ziele des Pentagons nachzudenken.



Die Russische Föderation hat sich stets um die Einrichtung eines rechtsverbindlichen Kontrollmechanismus der Biowaffenkonvention bemüht.


Die von mehreren Ländern vorgeschlagenen Maßnahmen zur Stärkung der Biowaffenkonvention, insbesondere die französische Initiative über freiwillige Besuche in Biolaboratorien, sind zwar attraktiv, bieten aber keine umfassende Kontrolle ihrer Aktivitäten.


Das Fehlen klarer Überprüfungsverfahren sowie von Kontrolllisten für Mikroorganismen und Toxine ermöglicht den westlichen Ländern, allen voran den USA, eine subjektive Auslegung der Bestimmungen der Biowaffenkonvention. Ich möchte an die kollektive Missachtung des sogenannten „Zehnerprinzips“ durch den Westen erinnern. Diesem Grundsatz zufolge muss eine Entscheidung einen alternativen Standpunkt berücksichtigen, auch wenn er nur von einem Staat vertreten wird.


Ein deutliches Beispiel ist die Plattform der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), bei der auf Betreiben der Vereinigten Staaten und entgegen der Meinung der meisten Länder beschlossen wurde, der Organisation attributive Befugnisse zu übertragen. Dieser Mechanismus ermöglicht es, notwendige Beweise zu „fabrizieren“ und Schuldzuweisungen nach eigenem Gutdünken vorzunehmen, was im Zuge der Ermittlungen zu den chemischen Zwischenfällen in Syrien bereits mehrfach praktiziert wurde. (Anm. d. Über.: Wenn das für Sie neu sein sollte, finden Sie hier Details dazu)


Wir sind der Ansicht, dass der Ansatz des UNO-Sicherheitsrates zur Entscheidungsfindung bei der Untersuchung chemischer und biologischer Zwischenfälle überprüft werden muss.


Nach den nicht umgesetzten Versprechen des kollektiven Westens, die NATO nicht nach Osten zu erweitern, haben wir nicht das Recht, den Vereinigten Staaten ihr Wort zu glauben, was den friedlichen Charakter der vom Pentagon betriebenen biologischen Forschung betrifft.


Die Russische Föderation hat auf verschiedenen internationalen Plattformen wiederholt an die Vereinigten Staaten und die Ukraine appelliert, die folgenden Fragen zu klären:


  • Warum wurde die Arbeit vom Pentagon in Auftrag gegeben und warum stimmt ihr Thema nicht mit den aktuellen Gesundheitsproblemen der Ukraine überein?

  • Was haben die Amerikaner verborgen, als sie unter den Bedingungen der Geheimhaltung und des eingeschränkten Zugangs ukrainischer Spezialisten zu Informationen und Räumlichkeiten gearbeitet haben?

  • Wozu wurden Stämme pathogener Mikroorganismen – potenzielle biologische Kampfstoffe und Biomaterialien ukrainischer Bürger – aus dem Hoheitsgebiet der Ukraine ausgeführt, ohne dass ein klarer Zweck angegeben wurde?

  • Warum wurden die Fakten der Zusammenarbeit im militär-biologischen Bereich in der internationalen Berichterstattung im Rahmen der Biowaffenkonvention verschwiegen und warum blockieren die USA die Entwicklung des Kontrollmechanismus seit 2001?

  • Warum sind US-Offizielle, einschließlich der Unterstaatssekretärin Victoria Nuland, so besorgt über die Möglichkeit, dass die Ergebnisse der Tätigkeit des US-Verteidigungsministeriums in der Ukraine und die Materialien in den Biolaboratorien unter die Kontrolle von russischen Spezialisten kommen können? (Anm. d. Übers.: Nulands Aussage dazu finden Sie hier)


Wir haben nur einen Teil der Themen angesprochen, die uns außerordentliche Sorgen bereiten.


Übrigens möchten wir selbst die Frage beantworten, warum die Forschung außerhalb des nationalen Territoriums der USA durchgeführt wurde.


In einem Memo, das das US-Außenministerium am 12. Oktober 2018 verfasst hat, um russische Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Biowaffenkonvention durch die USA zu zerstreuen, betont Washington die strikte Einhaltung des Übereinkommens und schlägt einmal mehr vor, „ihrem Wort“ zu glauben.


Außerdem wird in diesem Vermerk auf „die edle Tradition der Beteiligung von Wissenschaftlern des US-Militärs an der Forschung im Bereich der öffentlichen Gesundheit verwiesen, die schon mehr als 100 Jahre andauert.“


Beispiele für eine solche „Beteiligung“ sind uns gut bekannt: Es sind Vietnam und Kuba.


Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf ein weiteres Dokument lenken, das uns zur Verfügung steht und das die 2004 durchgeführte Erprobung eines vom Walter Reed Infectious Disease Research Institute der US-Armee entwickelten Tularämie-Impfstoffs beim US-Militär betrifft. Bei der Studie, an der 1.064 Personen teilnahmen, traten 468 Fälle von Komplikationen auf.


Das erklärt weitgehend die Tatsache, dass solche risikoreichen Versuche außerhalb ihres nationalen Hoheitsgebiets durchgeführt werden. Dies geht aus der Vereinbarung hervor, die das ukrainische Gesundheitsministerium und das US-Verteidigungsministerium am 29. August 2005, also ein Jahr nach diesen Versuchen, unterzeichnet haben.


Jetzt werden wir Zeuge davon, wie nervös Washington auf Artikel der internationalen Presse über die hochsensiblen Dokumente, die vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlicht wurden, reagiert. Journalisten weisen darauf hin, dass die US-Geheimdienste beispiellose Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die russische Seite keine potenziellen Zeugen aus dem Umfeld der geheimen militär-biologischen Projekte des Pentagons in der Ukraine bekommt.


Diese Bedenken des Weißen Hauses bestätigen uns einmal mehr den bedrohlichen Charakter des als friedlich getarnten militär-biologischen Programms der USA, sowohl für Russland als auch für die gesamte Weltgemeinschaft.


Ende der Übersetzung


Hier finden Sie die zu der Erklärung veröffentlichten Unterlagen.


Die Chronologie der russischen Veröffentlichungen


Wie versprochen, können Sie hier noch einmal alles über die russischen Veröffentlichungen zum Thema der US-Biowaffenlabore in der Ukraine finden.


Schon Anfang März hat das russische Verteidigungsministerium Dokumente veröffentlicht, die belegt haben, dass die Ukraine nach Beginn der russischen Militäroperation in aller Eile gefährliche Krankheitserreger vernichtet hat. Im Westen wurde derweil bestritten, dass es diese Krankheitserreger in der Ukraine überhaupt gegeben hätte. Und ebenfalls Anfang März hat das russische Verteidigungsministerium Details über die Krankheitserreger veröffentlicht, an denen geforscht wurde und auch mitgeteilt, welche amerikanischen Organisationen daran geforscht haben.


Was Anfang März noch „russische Propaganda“ war, hat die stellvertretende US-Außenministerin Nuland ein paar Tage später bei einer Anhörung im US-Parlament unter Eid indirekt bestätigt, aber die westlichen Medien hielten das nicht für berichtenswert. Auch dass die WHO Kiew wiederum nur ein paar Tage später aufgefordert hat, „hochgefährliche Krankheitserreger“ zu vernichten, die Kiew laut westlichen Medien und Politikern angeblich gar nicht hatte, fanden die westlichen Medien nicht interessant genug, um darüber zu berichten. Daher weiß davon im Westen auch kaum jemand, während russische Medien im Detail darüber berichtet haben.


Ende März hat das russische Verteidigungsministerium weitere Details und Dokumente zu dem US-Biowaffenprogramm in der Ukraine veröffentlicht, aus denen unter anderem hervorging, dass unter anderem eine New Yorker Firma namens Rosemont Seneca an der Finanzierung beteiligt war. Stammlesern des Anti-Spiegel ist die Firma ein Begriff, denn sie hat in einem anderen Zusammenhang eine wichtige Rolle in der Ukraine gespielt. Die Firma gehört übrigens Hunter Biden, dem Sohn des US-Präsidenten.


Wie kurz danach öffentlich wurde, haben die US-Spezialisten in der Ukraine auch Tests an Menschen durchgeführt. Weitere Details wurden Mitte April und Anfang Mai veröffentlicht. Außerdem hat der ehemalige US-Präsident Bush Junior Mitte Mai die Existenz der unter ihm in der Ukraine begonnenen US-Biowaffenprogramme, wenn auch unfreiwillig, zugegeben.


Anfang Juni fand in Moskau eine Konferenz über die Biowaffenprogramme des Pentagon in der Ukraine statt, in der die der Öffentlichkeit bekannten Fakten zusammengetragen wurden und an der auch ich teilgenommen habe. Darüber habe ich in zwei Artikeln (hier und hier) berichtet. Nur wenige Tage später hat das Pentagon zugegeben, 46 Biolabore in der Ukraine finanziert zu haben, allerdings sei es dabei nur um Gesundheitsvorsorge gegangen, Details dazu inklusive Link zur Erklärung des Pentagon finden Sie hier.


Mitte Juni hat das russische Verteidigungsministerium viele Details über die US-Biowaffenprogramme und die Erreger, an denen geforscht wurde, veröffentlicht, denen Anfang Juli weitere Details folgten.


Anfang August hat das russische Verteidigungsministerium erklärt, dass es Covid-19 für eine US-Biowaffe hält.

 

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