• Informationspunkt.ch

„Sturm aufs Bundeshaus“ als Medienhetzkampagne entlarvt

(kla.tv)

„Polizei verhindert möglichen Sturm auf das Bundeshaus“ lauteten die Schlagzeilen großer Schweizer Medien.


SRF1, 8-Uhr-Nachrichten vom 17. September 2021: Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause schreibt auf Twitter, die Polizei habe, Zitat: „einen möglichen Sturm aufs Bundeshaus verhindert“. Der Sicherheitsdirektor twitterte: „Heikler Einsatz an aggressiver Maßnahmen-Skeptiker-Demo“.


Laut Nau.ch vergleiche Reto Nause die Corona-Demo in Bern mit dem Sturm aufs Kapitol anfangs dieses Jahres. Die Berner Kantonspolizei setzte Wasserwerfer, Gummischrot und Reizgas ein, um die Kundgebung aufzulösen.


Was ist geschehen? Handelte es sich hier wirklich um einen „Sturm auf das Bundeshaus“ und um eine „aggressive Maßnahmen-Skeptiker-Demo“? Oder handelt es sich hier vielmehr um eine unseriöse Medienhetze gegen friedliche Demonstranten und Andersdenkende? Sehen Sie in dieser Sendung Bilder und Auszüge aus der Medienmitteilung der Initianten der Kundgebung. Nur wer sich beide Seiten anhört bzw. ansieht kann sich eine eigene Meinung bilden!


Nun der Reihe nach. Seit dem 13. September 2021 gilt in der Schweiz eine ausgeweitete Zertifikatspflicht. Menschen die sich weder impfen noch testen lassen möchten werden von einem Teil des öffentlichen Lebens ausgegrenzt, z.B. haben sie keinen Zugang in Innenbereiche von Bars und Restaurants. Am 16. September haben die Freiheitstrychler zu einer spontanen Kundgebung in Bern gegen die Corona-Maßnahmen aufgerufen. Das „Trycheln“ ist eine alte Schweizer Tradition, um mit großen aus Blech gehämmerten Kuhglocken böse Geister zu vertreiben.


Die Freiheitstrychler informierten die Berner Polizei, wie bei den drei vorhergehenden Kundgebungen in Bern, über den Ablauf und die Marschroute. Dem Aufruf seien Geschätzte 10.000 bis 20.000 Menschen gefolgt, die damit „ihren Unmut über die existenziell schädlichen Maßnahmen zeigten“.


Die großen Schweizer Medien hingegen sprachen von 3.000 bis 4.000 Menschen, der Blick sogar von rund 1.500. Dies scheint eine gezielte Strategie zu sein, um den Unmut besorgter Bürger gegen die Corona-Maßnahmen runterzuspielen.


Über den Verlauf der Kundgebung und was sich auf dem Bundesplatz genau abspielte, zeigen wir nun einige Auszüge der Medienmitteilung der Freiheitstrychler vom 17. September:

„Der Umzug der friedlichen Kundgebung in der Berner Altstadt wurde auf der Höhe des Käfigturms von der „Antifa“ mit einer Gegendemo aufgehalten. Das kleine Sicherheitsteam der Kundgebung hatte keine Polizeiunterstützung, konnte aber die Fortführung des Protestmarsches nach kurzer Zeit ermöglichen. Während des Marsches verhinderte das Sicherheitsteam der Freiheitstrychler mehrmals Übergriffe von Gegendemonstranten aus den seitlich auf die Marschroute treffenden Passagen in der Berner Altstadt.


Vor dem Eintreffen des friedlichen Demonstrationszugs auf dem Bundesplatz forderte ein Teil des Sicherheitsdienstes der Freiheitstrychler, die vor dem Bundeshaus präsente „Antifa“ auf, den Platz zu verlassen. Auch hier hatte der Sicherheitsdienst keine Polizeiunterstützung. Der Sicherheitsdienst wurde angegriffen und ein Teammitglied erlitt mittelschwere Verletzungen. […] Die Freiheitstrychler wünschen sich bei künftigen Kundgebungen mehr Schutz der Polizei vor gewalttätigen Gegendemonstranten.


Der Sicherheitsdienst der Freiheitstrychler war nach dem Vorfall derart geschwächt, dass er beim Eintreffen der Kundgebung das Rütteln von Provokateuren an den Abschrankungsgittern vor dem Bundeshaus nicht mehr verhindern konnte. Wer diese vereinzelten Menschen waren, ist nicht zu eruieren. Es ist aber festzuhalten, dass sie nicht zu den Freiheitstrychlern gehörten; diese waren nach den ersten Wasserwerfer-Einsätzen im Gegenteil darum bemüht, das Gitter vor diesen unvernünftigen Leuten zu schützen. Es besteht aufgrund von verschiedenen Zeugenaussagen der Verdacht, dass „Agents Provocateurs“ im Einsatz waren und den Einsatz der Wasserwerfer auch durch das Werfen von Gegenständen mitverursachten.


Nach dem Einsatz der Wasserwerfer feuerte die Polizei einmalig Tränengas auf die friedliche Menge, und allmählich löste sich die Kundgebung in Panik auf. Durch das aggressive und unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei wurde ein geordneter Abzug der Trychler erschwert.


„Die Freiheitstrychler distanzieren sich von jeder Art von Gewalt und setzen sich lautstark gegen die unverhältnismäßigen schädlichen Corona-Maßnahmen ein. […] Der laute, aber friedliche Einsatz für die Freiheit in der Schweiz ist wichtiger denn je und wird auch durch einzelne militante Menschen nicht verhindert werden. Die Polizei hat diesbezüglich auch eine Verantwortung! Die Medien stellen die Vorfälle als ‚Angriff auf das Bundeshaus‘ dar, was nicht im entferntesten den Tatsachen entspricht und eine in unserem Land historisch einmalige propagandistische Stimmungsmache gegen Kritiker der Corona-Maßnahmen darstellt.“


Soweit aus der Medienmitteilung der Freiheitstrychler. In einer Demokratie sind Minderheitenschutz, Grundrechte wie das Demonstrationsrecht und die Akzeptanz einer politischen Opposition wichtige Merkmale. Dies scheint jedoch im Fall von Corona-Maßnahmen-Kritiker schon lange nicht mehr zu gelten. Jedenfalls für die großen Schweizer Medien nicht. Kurzerhand werden friedliche Demonstranten zu „aggressiven Corona-Skeptikern“. Anstatt besorgte Bürger vor einzelnen Unruhestiftern und unverhältnismäßigen Polizeieinsätzen zu schützen, werden sie verunglimpft. Anstatt zu schlichten und zu einem offenen Diskurs zwischen der Maßnahmen-Pro- und der Kontra-Seite beizutragen, gießen sie Öl ins Feuer und schrecken so die Schweizer Bevölkerung. Anstatt einer seriösen ausgewogenen Berichterstattung vor Ort, hetzen sie mit situationsverzerrenden Schlagzeilen auf. Damit erweisen sich diese Medien als die eigentlichen Zerstörer der Demokratie. Verbreiten Sie, liebe Zuschauer, diese Sendung weiter, damit beiden Seiten Gehör geschenkt wird und sich immer mehr Menschen nicht mehr gegeneinander aufhetzen lassen.


Quelle:

http://www.kla.tv/19920

939 Ansichten